.

Grünkohlwanderung 2016

Das Königspaar verkündet „ Nu geiht dat wedder los“ (übersetzt: nun geht das wieder los).

 

Auch im vergangenen Jahr war es mal wieder an der Zeit, die königlichen Untertanen

zur alljährlich stattfindenden Kohlwanderung einzuladen.

 

Am frühen Morgen des 3. Dezember 2016 fuhren wir mit der S-Bahn nach Barsinghausen, am Deister. Vom Bahnhof ging es dann zu Fuß weiter zum Besucherbergwerk Klosterstollen.

Das Foto zeigt das Kohl Volk vor der Waschkaue stehend, bereits ausgestattet mit Grubenhelm und Lampe.

Dort wurden wir bereits zu einer Führung durch den Berg erwartet. Aber zuvor wurden wir in die ehemalige „Waschkaue“ geführt. Mit Waschkaue bezeichnet man einen großen Raum, indem die Bergleute sich zu Zeiten als in Barsinghausen  noch Kohle im Stollen abgebaut wurde, gewaschen und umgezogen haben. Die ehemalige Waschkaue wird jetzt als Bergwerksmuseum genutzt. Nach einer kurzen Einweisung durch einen ehemaligen Bergmann über die Dinge, die uns unter Tage erwarten würden, ging es raus zum Stollen-eingang. Zuvor bekam jeder von uns noch einen Helm und eine Grubenlampe ausgehändigt. Mit einer umgebauten Grubenbahn, die mehr einem Käfig glich, fuhren wir unter Tage, 1470 Meter in den Deister hinein, bis zum Kohleflöz.

Das Foto zeigt einige unserer Wanderer zusammen gepfercht in einem der Waggons, wartend auf die Einfahrt in den Stollen

 

Das Foto zeigt weitere unserer Wanderer zusammen gepfercht in einem der Waggons, wartend auf die Einfahrt in den Stollen

Dort konnten wir alle unter Tage bei der Kohlegewinnung vorkommenden Arbeiten sehen. Wir durften riesige Bohrhämmer bedienen, die einen riesigen Lärm machten beim Gebrauch. Wir krochen durch Stollen, die so eng waren, dass die Bergleute früher im Liegen die Kohle abschlagen mussten.

Das Foto zeigt uns im Kohleflöz. Ein ehemaliger Bergmann zeigt uns wie die Kohle früher mit Hilfe von Loren aus dem Berg transportiert wurde.

Nach 2 Stunden unter Tage brachte uns dann die Grubenbahn wieder hinauf in den Sonnenschein. Nach einer zünftigen Stärkung ging es dann zu Fuß kohlgeordnet weiter durch den Deister etwa 2 Stunden bis zur Waldapotheke. Dies ist ein Ausflugslokal, welches früher, als das Bergwerk noch zur Kohlegewinnung genutzt wurde, als Sanitätsstation für verletzte Bergleute diente. Daher der jetzige Name Waldapotheke. Wir waren alle ganz kräftig durch gefroren, daher schmeckte der Glühwein und die heiße Schokolade besonders gut.

 

Nach dieser Pause brachen wir gestärkt auf zum Bahnhof Kirchdorf, um mit der S-Bahn Richtung Hannover zurück zu fahren. Denn dort erwarteten uns königliche Genüsse bei Marina in der Gaststätte „Das Heim“. Das königliche Mahl aus Grünkohl mit Kassler und Bregenwurst wartete bereits darauf, vom Grünkohl Volk verzehrt zu werden. Um den Kohlkönig oder die Königin zu ermitteln, findet jedes Jahr ein Quiz statt. Erst werden Gruppen gebildet, die gemeinsam in Absprache ihr Hirn bewegen müssen, um die Fragen zu beantworten.  Die Spielregeln sehen vor, dass zum Schluss nur noch 3 Untertanen aus dem Kohl Volk übrig sind, die dann gegeneinander spielen, um den neuen Thronfolger oder die Thronfolgerin zu ermitteln. Die jungen Damen zeigten in diesem Jahr was sie so drauf haben und besiegten die Männer, in dem sie die Kohlkönigin stellten. Die diesjährige Kohlmajestät heißt Daniela Wacker und ist eine ehemalige Bewohnerin von uns. Unter großem Jubel ihres Kohl Volkes bekam sie ihre Insignien: Krone, Kochlöffel, Urkunde und das Skelett eines Schweinekopfes überreicht. Für ein Jahr wird sie nun die Krone tragen und ihr Kohl Volk regieren.

Das Foto zeigt unsere neue Grünkohlkönigin, Daniela Wacker.

 

für den Bericht

Sören Bromberg Auszubildender

Cordula Schumacher 1. Vorsitzende des RV. Zinfandel e.V.

 

 

Dieser Artikel wurde bereits 525 mal angesehen.



.